Deutsche U-Boote 1935 bis 1945

 

Die deutschen U-Boot-Typen des 2. Weltkriegs

1. Teil

 

 

Benennung:

 

Die "Unterteilung" der verschiedenen Typen ist (Ausnahmen: z.B. Versuchs-U-Boote und manche Kleinst-U-Boote) recht logisch aufgebaut und lässt sich wohl am besten mit der Zoologischen Systematik, nach der Biologen Tiere und Pflanzen katalogisieren, vergleichen. Bootsart: Unterseeboot, denn folgt der allgemeine Typ, z.B. Römisch IX, denn die Baureihe, z.B. D, und manchmal noch eine weitere Sub-Baureihe, z.B. 2. Zusammen ergibt das den Typ IXD2

 

Einige Autoren haben auch die "Baureihen" und "Sub-Baureihen" weggelassen, und die wichtigsten Typen auf nur 9 Stück "reduziert" (I, II, VII, IX, XB, XIV, XVII, XXI und XXIII). Dieser Artikel wird die U-Boote in der Reihenfolge der Typen darstellen.

 

 

U-Boot-Typen:

 

 

 

Trotz der verwirrenden Typenvielfalt sind historisch nur zwei verschiedenen U-Bootsarten bekannt: Die Einhüllenbauart und die Zweihüllenbauart. Bei der Einhüllenbauart bildete der Druckkörper gleichzeitig die äußere Hülle. Bei der Zweihüllenbauart war der Druckkörper von einer äußeren, stromlinienförmig angepassten Stahlhülle umgeben.

Es gibt noch weitergehende Unterteilungen, so wurde z.B. der Typ VII im Krieg oft umgebaut, bekam einen zweiten "Wintergarten" mit einer zweiten Flak. Zusätzlich wurde der Turm weiter gegen Fliegerbeschuss verstärkt. Diese "Feinstunterteilungen" gehen in die Dutzende. Zu den wichtigsten Typen gibt es eine Vielzahl an Informationen. Zu den  anderen Typen sind die meisten Informationen mit Kriegsende verschollen gegangen. Daher können diese nur unzureichend beschrieben werden. Ich bitte daher um Nachsicht in dieser Hinsicht.

 

Glossar:

sm = Seemeile

kn = Knoten

1 Knoten = 1 Seemeile/Stunde

1 Seemeile = etwa 1,8 km

Aktionsradius unter Wasser abhängig von der Kapazität der wiederaufladbaren Batterien

 

 

Typ UA:

 

1939 wurde in Deutschland ein vermutlich aus dem Typ X entlehntes U-Boot für die Türkei gebaut. Der Kriegseintritt Deutschlands führte dazu, dass das Boot in die Kriegsmarine eingegliedert wurde.

 

Daten:

 

Baujahr:  1939
Länge: 86,7 m
Breite:   
Tiefgang:  
Leistung der Dieselmotoren:  
Leistung der E-Motoren:  
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren:  
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren:  8,4 kn
Verdrängung getaucht: 1284 t
Verdrängung aufgetaucht:     
Reichweite über Wasser: 13100 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 75 sm bei4 kn
Besatzung:  
maximale Tauchtiefe:  
minimalste Schnelltauchzeit  
Bewaffnung: 12 Torpedos

 

 

Typ I:

 

 

1935 begann bei der Deschimag AG Weser in Bremen der Bau zweier Einhüllen-Hochseeboote mit großen Seitenzellen. Ihr Vorgänger war die nach deutschem Entwurf 1932 in Spanien gebaute E1. Es war der erste Hochseebootstyp nach dem ersten Weltkrieg und die Erfahrungen aus Planung, Bau und Einsatz bildeten die Grundlage für die weiteren Entwürfe bis 1945. Zu Kriegsbeginn waren die gebauten Boote U-25 und U-26 bereits veraltet und gingen in den ersten Kriegsmonaten verloren.

 

Typ I A:

 

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1935
Länge: 72,4 m
Breite: 6,2 m
Tiefgang: 4,3 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1540 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 500 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 17,8 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 8,4 kn
Verdrängung getaucht: 983 t
Verdrängung aufgetaucht: 863 t
Reichweite über Wasser: 7900 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 78 sm bei 4 kn
Besatzung: 43 Mann
maximale Tauchtiefe: 150 m
minimalste Schnelltauchzeit: 30 s
Bewaffnung: 4 Heck-, 2 Bugtorpedorohre mit 14 Torpedos
  1 X 105 mm SK C 32
  1 X 20 mm C 30
gebaute Boote: U-25, U-26

 

 

Typ II:

 

 

1934 wurden bei der Deutschen Werke AG in Kiel sechs kleine Einhüllen-Küstenboote mit innen gelegener Hauptschnelltauchzelle auf Kiel gelegt. Der Typ II war der erste U-Bootneubau nach dem ersten Weltkrieg. Abgeleitet vom Typ UF von 1918 wurde 1931 ein erster Prototyp in einer finnischen Werft nach deutschen Plänen gebaut. Bis 1941 wurden die kleinen aber schnellen und manövrierfähigen Boote mehrfach verbessert (II B-D). Nach 1941 wurde der Typ II nicht mehr gefertigt. An seine Stelle traten Hochseeboote. Während des Krieges operierten diese Boote vorwiegend in deutschen Küstengewässern und im Englischen Kanal (1939/1940) sowie ab Sommer 1941 gegen die Russen in der Ostsee. Viele wurden als Schulboote eingesetzt. 6 Boote wurde über die deutschen Kanäle und die Donau ins Schwarze Meer transportiert, wo sie bis 1944 operierten. Im Kampf auf See gingen 8 dieser Boote verloren, die meisten von ihnen wurden durch Bombenangriffe vernichtet oder versenkten sich bei der Kapitulation selbst.

 

Typ II A:

 

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1934-35
Länge: 40,9 m
Breite: 4,1 m
Tiefgang: 3,8 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 180 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 13 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 6,9 kn
Verdrängung getaucht: 303 t
Verdrängung aufgetaucht: 254 t
Reichweite über Wasser: 1600 sm bei 8 kn
Reichweite unter Wasser: 35 sm bei 4 kn
Besatzung: 25 Mann
maximale Tauchtiefe: 120 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 35 s
Bewaffnung: 3 Bugtorpedorohre mit 6 Torpedos
  1 X 20 mm C 30
  ab 1942 2 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
gebaute Boote: U-1 bis U-6

 

 

Typ II B:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1935-36
Länge: 42,7 m
Breite: 4,1 m
Tiefgang: 3,8 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 180 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 13 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7 kn
Verdrängung getaucht: 329 t
Verdrängung aufgetaucht: 279 t
Reichweite über Wasser: 3100 sm bei 8 kn
Reichweite unter Wasser: 43 sm bei 4 kn
Besatzung: 25 Mann
maximale Tauchtiefe: 120 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 35 s
Bewaffnung: 3 Bugtorpedorohre mit 6 Torpedos
  1 X 20 mm C 30
  ab 1942 2 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
gebaute Boote: U-7 bis U-24
  U-120
  U-121 (Bau für China, 1939 beschlagnahmt)

 

 

Typ II C:

 

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1937-40
Länge: 43,9 m
Breite: 4,2 m
Tiefgang: 3,8 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 205 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 13 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,4 kn
Verdrängung getaucht: 341 t
Verdrängung aufgetaucht: 291 t
Reichweite über Wasser: 3800 sm bei 8 kn
Reichweite unter Wasser: 40 sm bei 4 kn
Besatzung: 25 Mann
maximale Tauchtiefe: 120 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 35 s
Bewaffnung: 3 Bugtorpedorohre mit 5 Torpedos
  1 X 20 mm C 30
  ab 1942 2 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
gebaute Boote: U-56 bis U-63

 

 

Typ II D:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1937-40
Länge: 44 m
Breite: 4,9 m
Tiefgang: 3,9 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 205 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 13 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,4 kn
Verdrängung getaucht: 364 t
Verdrängung aufgetaucht: 314 t
Reichweite über Wasser: 5650sm bei 8 kn
Reichweite unter Wasser: 56 sm bei 4 kn
Besatzung: 25 Mann
maximale Tauchtiefe: 120 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 35 s
Bewaffnung: 3 Bugtorpedorohre mit 5 Torpedos
  1 X 20 mm C 30
  ab 1942 2 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
gebaute Boote: U-137 bis U-152

 

 

 

Typ III:

 

Ab 1934 wurde der Versuch unternommen, aus den Typ I- und II-Booten ein neues Atlantikboot zu entwickeln. Dabei sollte das U-Boot auch als Schnellbootsträger ausgelegt werden. Der Typ III ist nicht über die Planungsphase hinausgekommen.

 

Daten:

 

Baujahr: Projekt 1934
Länge: 79,9 m
Breite:  
Tiefgang:  
Leistung Dieselmotoren:  
Leistung E-Motoren:  
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 18,5 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 9 kn
Verdrängung getaucht:  
Verdrängung aufgetaucht: 880 t
Reichweite über Wasser: 12000 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser:  
Besatzung:  
maximale Tauchtiefe:  
minimalste Schnelltauchzeit:  
Bewaffnung: 4 Bug-, 1 Hecktorpedorohr(e) mit 21 Torpedos
  oder 30 Minen TMA
  oder 45 Minen TMB
  2 X 105 mm SK C 32
  1 X 20 mm C 30
gebaute Boote:  

 

 

 

Typ IV:

 

Projekt eines Werkstatt- und Versorgungsbootes

 

 

 

Typ V:

 

Frühes Walter-Boot, nur Projekt

 

 

 

Typ VI:

 

Verbesserter Typ I mit Dampfantrieb nach Schmidt-Hartmann.

 

 

 

Typ VII:

 

 

Das erste Boot vom Typ VII, U 27 lief am 24.06.1936 vom Stapel. Die Boote der zwischen 1926 und 1931 in Finnland gebauten "Vetehinen-Klasse", abgeleitet vom Typ UB III von 1918, hatten den Entwurf beeinflusst. Bei diesen Booten strebte man danach, Stärke, Seeausdauer, Unterwasser- und Überwassermanövrierbarkeit, Über- und Unterwassergeschwindigkeit, Fahrstrecke, Torpedoanzahl, Schnelligkeit des Baues und leichte Instandhaltung auf ein Höchstmaß zu bringen. Dies alles sollte erreicht werden, wenn auch bei begrenzter Größe und Wasserverdrängung, soweit möglich, und unter Verzicht auf Wohnqualität zugunsten der offensiven und baulichen Eigenschaften. Weil das U-Boot um den Druckkörper eine zweite Hülle besaß, kann man beim Typ VII  von einem Zweihüllenboot sprechen. Diese zweite Hülle bestand aus dem Oberdeck und einem Bug- und Heckteil, der dem Boot eine schlanke Schiffsform verlieh, die wiederum dem U-Boot eine bessere Seefestigkeit und bessere Überwassergeschwindigkeit gab. Heutige U-Boot-Typen sind mit ihren Einhüllen-Tropfenform für die Fahrt unter Wasser optimiert. Seine schlanke und kleine Form gab dem U-Boot über Wasser den Vorteil, dass es kaum gesehen wurde. Gerade bei Nacht war es sehr schwierig, die niedrige Silhouette eines U-Bootes auszumachen.

Das Resultat bestand in einem Boot von lediglich 915 t Wasserverdrängung in aufgetauchtem Zustand und von nur 64.50 m Länge. Aber es vereinigte in sich einen bemerkenswerten Grad von Offensivkraft und war für Hochseeunternehmungen geeignet. Die Eigenschaften des Typ VII waren an sich nicht außergewöhnlich, aber seine gut ausgewogenen Eigentümlichkeiten und der hohe Leistungsdurchschnitt machten ihn zu einer furchtbaren Waffe und zu einem der erfolgreichsten, je gebauten Typen. Dem Drang, die Abmessungen und die Wasserverdrängung zu begrenzen, half der Wunsch nach, ein manövrierfähiges Hochseeboot mit einer verringerten Silhouette zu besitzen. Bei begrenzter Wasserverdrängung der einzelnen Boote würde Deutschland imstande sein, eine größere Anzahl zu bauen. Der unter der zweiten Hülle befindliche tunnelähnliche Druckkörper eines U-Bootes vom Typ VII bestand aus dicht aneinander liegenden ringförmigen Spanten, auf die die 18.5 Millimeter starken Stahlplatten des Druckkörpers befestigt wurden. So entstand ein Druckkörper, der dem Wasserdruck einer Tiefe von 200 Metern und gelegentlich mehr durchaus standhalten konnte. Damit konnten die deutschen U-Boote tiefer tauchen als ihre alliierten Gegner.

In den Druckkörper gelangte man nur, indem man durch eines der vier Luks hinab stieg. Auf einer Feindfahrt war dies sogar nur durch ein Luk möglich, das Turmluk. Das Kombüsenluk sowie die beiden Torpedoluken blieben dann geschlossen.

Im Inneren dieses Druckkörpers befindet sich der Lebens- und Arbeitsraum der Besatzung. Jede Ecke war voll gestopft mit Armaturen, Rohren, Leitungen, Maschinenteilen und Instrumenten, die für den reibungslosen Einsatz des Bootes benötigt wurden, sowie mit Waffen und Lebensmitteln. An Platz für die Besatzung wurde erst in zweiter Linie gedacht. Für die Hälfte der Besatzung gab es Kojen, die im Rhythmus des Wachwechsels an Bord genutzt wurden. Kam also ein Mann von seiner Wache, legte er sich in die noch warme Koje des Mannes, der gerade seine Wache angetreten hatte. Teilweise bis zu 57 Mann mussten so allen widrigen Umständen zum Trotz zusammengepfercht miteinander leben und arbeiten

 

Die erste Version des Typs VII zeichnete sich durch ein einziges Hecktorpedorohr aus, in der Verkleidung außerhalb des Druckkörpers gelegen, die vom Wasser frei durchströmt wurde. Diese Anordnung schloss das Nachladen während der Tauchfahrt aus (Diese Vorrichtung wurde bei den späteren Varianten weggelassen. Ebenfalls unter der Verkleidung - und damit vom Wasser frei umströmt - befanden sich zwei Reservetorpedos und die Brennstoffzellen.

 

Zwei Jahre nach der Variante VII A mit dem Stapellauf von U 45 am 27.04.1938 in Erscheinung tretend, stammte die Variante VII B direkt von ihrer Vorgängerin ab. Infolge der stärkeren Dieselmotoren und der größeren Brennstoffmenge hatten Abmessungen und Wasserverdrängung geringfügig zugenommen. Die jetzt 2 Hecktorpedorohre waren in einem Torpedoraum im Innern des Druckkörpers verlegt und die Reservetorpedos um einen vermehrt worden.

 

Die beiden Typvarianten B und C - zwischen ihnen gab es nur geringfügige Unterschiede - wiesen in der Fertigung die größten Stückzahlen (661 Einheiten) auf. U 69 (ex. U 99), das erste Boot der Variante VII C, wurde am 18.04.1940 in Dienst gestellt. 1943/44 wurde der Bau zahlreicher Boote zugunsten eines moderneren Typs annulliert. Als Ergebnis einer größeren Ladefähigkeit besaß die Variante VII C eine geringfügig größere Wasserverdrängung als die Variante VII B.

Bei folgenden Booten der Variante VII C wurden die Aufträge am 06.11.1943 sistiert und am 22.07.1944 annulliert:

U 769 - U 770; U 780 - U 782; U 823 - U 824 .

 

Die Variante C 41 des Typs VII unterschied sich kaum vom Typ VII C. U 292 war das erste Boot der Variante VII C 41 und wurde am 25.08.1943 der Marine übergeben. 1943/44 wurde der Bau zahlreicher Boote zugunsten eines moderneren Typs annulliert. Als Ergebnis einer größeren Ladefähigkeit besaß die Variante VII C 41 eine geringfügig größere Wasserverdrängung als die Variante VII C, und ein verstärkter Rumpf gewährte eine größere Tauchtiefe.

Bei folgenden Booten der Variante VII C 41 wurden die Aufträge am 06.11.1943 sistiert und am 22.07.1944 annulliert:

U 329 - U 330; U 687 - U 698; U 723 - U 730; U 829 - U 840; U 909 - U 912; U 933 - U 936; U 1031 - U 1050; U 1066 - U 1068; U 1111 - U 1114; U 1133 - U 1140; U 1177 - U 1190; U 1211 - U 1214; U 1283 - U 1285; U 1309 - U 1312; U 1331 - U 1338; U 1401 - U 1404; U 1417 - U 1422; U 1435 - U 1439; U 1801 - U 1804;

Folgende Aufträge wurden am 06.11.1943 annulliert:

U 1141 - U 1146; U 1823 - U 1828

 

Infolge Annullierung bzw. Einstellung des Baus 1944 - die Serie war inzwischen veraltet - gelangte kein Boot der Variante C 42 in Dienst. Zur vorhergehenden Version VII C 41 stellte sie eine bedeutsame Verbesserung dar: Steigerung in Größe, Wasserverdrängung, Fahrstrecke und dank baulicher Verstärkung an maximaler Einsatztauchtiefe, die 300 m überschreiten sollte. Der Entwurf forderte auch Panzerung des Kommandoturm, eine starke Flakbewaffnung aus zahlreichen 3.7 cm und/oder 2 cm Waffen und den Einbau (als Bestandteil der Konstruktion) eines Schnorchels. Von dieser Version des Typs VII C wurden 168 Einheiten geplant, aber nicht fertig gestellt

Folgende Aufträge wurden am 06.11.1943 annulliert:

U 699 - U 700; U 783 - U 790; U 913 - U 918; U 937 - U 942; U 1069 - U 1080; U 1093 - U 1100; U 1115 - U 1120; U 1147 - U 1152; U 1215 - U 1220; U 1286 - U 1297; U 1313 - U 1318; U 1339 - U 1350; U 1423 - U 1434; U 1440 - U 1463; U 1805 - U 1822; U 1901 - U 1904; U 2001 - U 2004; U 2101 - U 2104; U 2301 - U 2318;

 

Die Minen legende Version D des Typs VII war eine Abänderung der Variante VII C mit einer mit einer zusätzlichen Mittelsektion von etwa 10 m, wodurch die Länge über alles auf 76.90 m stieg. In dieser Sektion, unmittelbar hinter dem Turm gelegen, befanden sich fünf senkrechte Schächte zur Aufnahme von je drei Ankertauminen, ähnlich jenen, die von Überwasserschiffen gelegt wurden. Eine vergrößerte Brennstoffmenge erweiterte die Fahrstrecke. Die Steigerung in den Abmessungen und in der Wasserverdrängung bei unverändert gebliebener Antriebsleistung führten zu einem geringfügigen Verlust an Über- und Unterwassergeschwindigkeit.

U 213, das erste Boot der Variante VII D, lief am 24.07.1941 vom Stapel. Nur sechs Boote wurden gebaut. Der Bedarf der deutschen Marine an speziellen U-Minenlegern war begrenzt, denn alle deutschen Unterseeboote konnten besonders für sie entwickelte Ankertau- und Magnetminen legen. Diese wurden aus den 53.4 cm Torpedorohren geworfen. Normalerweise konnten (abhängig vom Typ) anstelle eines Reservetorpedos 2-3 Minen mitgeführt werden. Infolgedessen konnte ein normales VII C Boot anstelle der Torpedos 26-39 Minen an Bord haben.

 

Die Variante E existierte lediglich im Entwurfsstadium. Sie sollte eine Verbesserung der Variante VII C durch die Einführung einer neuen, erheblich leichteren Antriebsvorrichtung darstellen, was bei gleicher Wasserverdrängung eine Zunahme in der Ladefähigkeit und Fahrstrecke bedeutet hätte. Verzögerungen in der Vervollkommnung des neuen Motors und der Bau der neuen Boote mit fortschrittlicheren Eigenschaften führte (wahrscheinlich 1944) zur Aufgabe des Projektes.

 

Die vier Boote der Variante F wurden zwischen Mai und August 1943 in Dienst gestellt. Sie verkörperte im Wesentlichen den VII D Minenlegerentwurf, abgeändert, um Boote in den Einsatzgebieten mit Torpedos zu versorgen. Die Mittelsektion, welche bei der VII D Variante die Mittelschächte enthielt, wurde zum Verstauen von 25 Torpedos benutzt. Weitere 14 Torpedos gehörten zur normalen Torpedobewaffnung der Boote, die zusätzlich zu ihrer Versorgungsaufgabe als normale Kampfboote eingesetzt werden sollten.

Da die betroffenen Boote bei der Torpedoübergabe in See an der Wasseroberfläche hätten liegenbleiben müssen, wurde die Variante VII F hauptsächlich zum Torpedotransport zwischen den Stützpunkten verwendet.

 

 

Typ VII A:

 

 

Daten:

Baujahr: 1935-37
Länge: 64,5 m
Breite: 5,85 m
Tiefgang: 4,37 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1155 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 17 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 8 kn
Verdrängung getaucht: 745 t
Verdrängung aufgetaucht: 626 t
Reichweite über Wasser: 6200 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 94 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 Mann
maximale Tauchtiefe: 150 m
minimalste Schnelltauchzeit: 30 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 1 Hecktorpedorohr(e) mit 11 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 30
  1 X 20 mm C 30
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-27 bis U-36

 

 

Typ VII B:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1936-41
Länge: 66,5 m
Breite: 6,2 m
Tiefgang: 4,74 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1600 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 17,9 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 8 kn
Verdrängung getaucht: 857 t
Verdrängung aufgetaucht: 753 t
Reichweite über Wasser: 8700 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 90 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 Mann
maximale Tauchtiefe: 150 m
minimalste Schnelltauchzeit: 30 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 12 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 30
  1 X 20 mm C 30
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-45 bis U-55
  U-69 bis U-72 (später umbenannt in U-99 bis U-102)
  U-73 bis U-76
  U-83 bis U-87

 

 

Typ VII C:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1939-44
Länge: 67,1 m
Breite: 6,18 m
Tiefgang: 4,74 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1600 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 17,6 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,6 kn
Verdrängung getaucht: 864,69 t
Verdrängung aufgetaucht: 761,29 t
Reichweite über Wasser: 8550 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 80 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 - 57 Mann (vergrößerte Flak-Bedienungsmannschaft)
maximale Tauchtiefe: 250 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 30 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 14 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 35
  1 X 20 mm C 38
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-77 bis U-82
  U-88 bis U-98
  U-99 bis U-102 (später umbenannt in U-69 bis U-72)
  U-132 bis U-136
  U-202 bis U-212
  U-221 bis U-232
  U-235 bis U-291
  U-301 bis U-316
  U-330 bis U-458
  U-465 bis U-486
  U-551 bis U-686
  U-701 bis U-722
  U-731 bis U-768
  U-771 bis U-779
  U-812 bis U-822
  U-825 und U-826
  U-901 bis U-908
  U-921 bis U-928
  U-951 bis U-994
  U-1051 bis U-1058
  U-1101 und U-1102
  U-1131 und U-1132
  U-1161 und U-1162
  U-1191 bis U-1210
  U-1271 bis U-1279

 

 

Typ VII C 41:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1942-44
Länge: 67,23 m
Breite: 6,18 m
Tiefgang: 4,74 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1600 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 17,6 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,6 kn
Verdrängung getaucht: 859,81 t
Verdrängung aufgetaucht: 758,86 t
Reichweite über Wasser: 8550 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 80 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 - 57 Mann (vergrößerte Flak-Bedienungsmannschaft)
maximale Tauchtiefe: 300 m
minimalste Schnelltauchzeit: 25 - 30 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 14 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 35
  1 X 20 mm C 38
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-292 bis U-300
  U-317 bis U-328
  U-827 und U-828
  U-929 bis U-932
  U-995 bis U-1030
  U-1063 bis U-1065
  U-1103 bis U-1110
  U-1163 bis U-1176
  U-1280 bis U-1282
  U-1301 bis U-1308

 

 

Typ VII C 42:

 

 

Daten:

Baujahr: geplant 1944
Länge: 67,3 m
Breite: 6,80 m
Tiefgang: 5 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 16,7 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,6 kn
Verdrängung getaucht: 1050 t
Verdrängung aufgetaucht: 999 t
Reichweite über Wasser: 10000 sm bei 12 kn
Reichweite unter Wasser: 80 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 - 57 Mann (vergrößerte Flak-Bedienungsmannschaft)
maximale Tauchtiefe: > 300 m
minimalste Schnelltauchzeit:  
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 14 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 35
  1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote:  

 

 

Typ VII D:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1940-42
Länge: 76,9 m
Breite: 6,38 m
Tiefgang: 5,01 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1600 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 16,7 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,3 kn
Verdrängung getaucht: 1080 t
Verdrängung aufgetaucht: 965 t
Reichweite über Wasser: 11200 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 69 sm bei 4 kn
Besatzung: 44 - 57 Mann (vergrößerte Flak-Bedienungsmannschaft)
maximale Tauchtiefe: 150 m
minimalste Schnelltauchzeit: 30 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 14 Torpedos
  5 Minenschächte mit je 3 Minen
  1 X 88 mm SK C 30
  1 X 20 mm C 38
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-213 bis U-218

 

 

Typ VII E:

 

 

 

Typ VII F:

 

 

Daten:

 

Baujahr: 1941-43
Länge: 77,6 m
Breite: 7,30 m
Tiefgang: 4,91 m
Leistung Dieselmotoren: 2 X 1350 PS
Leistung E-Motoren: 2 X 375 PS
Höchstgeschwindigkeit Dieselmotoren: 16,7 kn
Höchstgeschwindigkeit E-Motoren: 7,9 kn
Verdrängung getaucht: 1181 t
Verdrängung aufgetaucht: 1084 t
Reichweite über Wasser: 14700 sm bei 10 kn
Reichweite unter Wasser: 130 sm bei 2 kn
Besatzung: 46 Mann
maximale Tauchtiefe: 150 m
minimalste Schnelltauchzeit: 35 s
Bewaffnung: 4 Bug-, 2 Hecktorpedorohre mit 14 Torpedos
  Lagermöglichkeiten für weitere 25 Torpedos
  1 X 88 mm SK C 30
  1 X 20 mm C 38
  später 1 X 20 mm C 38 Zwilling auf Lafette LM 44 U
  und 1 X 3,7 cm-Flak M 42 in Ubts.-L. C 39
gebaute Boote: U-1059 bis U-1062

 

 

 

Typ VIII:

 

Nur Projekt

 

 

 

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