japanische experimentalgewehr, japanese experimental rifle

 

Japanische Gewehre

 

7,7 mm Versuchsgewehre:

 

Da die 6,5 mm Munition veraltet war und auch leistungsmäßig nicht befriedigen konnte, wurde 1937  im Chikusa Rikugun Zoheisho (Chikusa Armeearsenal)  ein neues Gewehr und ein Kavalleriekarabiner für die Typ 92 7,7 mm Patrone entwickelt. Grundlage waren das Typ 38 Arisaka Gewehr und der Typ 44 Karabiner, die auf 7,7 mm geweitet und etwas verkürzt wurden. Anfang 1938 wurden dann nach der Fertigung einiger Prototypen das Nagoya Armeearsenal und das Ogura Armeearsenal mit der Produktion von Versuchsgewehren beauftragt. 

 

Ogura Versuchswaffe

 

Das Ogura Armeearsenal arbeitete mit einer vergrößerten Version des Typ 38 Gewehres, das Nagoya Armeearsenal modifizierte den Verschluss und den Ladehebel. Beide übernahmen vom Typ 97 Scharfschützengewehr die Drahtabstützung unter der Laufmitte. 

 

Nagoya Versuchsmodell. 

 

Parallel dazu wurde jeweils ein Kavalleriekarabiner erprobt. 

 

Ogura Karabiner über Nagoya Karabiner, unten das Typ Meiji 38 Gewehr zum Vergleich

 

Während der Versuche stellte sich heraus, dass die Typ 92 7,7 mm Patrone, die als MG-Patrone eingeführt worden war, Probleme bereitete.

Mitte 1938 kam es dann zu einem Vergleichsschießen auf dem Futsu Testgelände. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere die Karabiner Probleme mit dem sehr starken Rückstoß und starkem Mündungsfeuer hatten. Hinzu kamen noch Probleme beim Hülsenauswurf mit der Halbrandpatrone. So wurde ab Mitte 1938 die Typ 99 7,7 mm Patrone entwickelt.

 

Bereits Ende 1938 waren die Versuche abgeschlossen und man führte die Versuchsergebnisse beider Stellen zusammen. Wegen der neu entwickelten Patrone waren noch Anpassungen nötig, die bis Mai 1939 erfolgten.