Japanische Panzerfahrzeuge und Panzer

 

Leichte Panzer:

 

 

1933 wurde am Standort Kungchuling in der Mandschurei eine mechanisierte Brigade aufgestellt, die sich aus verschiedenen motorisierten Einheiten von Infanterie, Artillerie und Panzertruppe zusammensetzte. Sie sollte nach Vorbild der europäischen mechanisierten Korps als unabhängige schnelle Kampftruppe agieren. Ziel war es, Grenzen, Möglichkeiten und Materialbedarf solcher Einheiten herauszuarbeiten, um zukünftig die Armeeeinheiten entsprechend vorzubereiten und auszustatten.

 

Während die motorisierte Infanterie mit ihren Sechsrad-LKW auf befestigten Wegen bis zu 60km/h schaffte, erreichte die motorisierte Artillerie immerhin 40 km/h, während die Typ 89 mittleren Panzer mit 20 km/h Marschgeschwindigkeit hinterher schlichen. Dieses Ergebnis praktischer Übungen führte zu der Erkenntnis, dass man schnellere Panzer benötigte. Daraus ergab sich die Entwicklung des ersten leichten Panzers der japanischen Armee.

 

Später wurde das gute Konzept nur schleppend weiterentwickelt und neue Typen wurden erst nach langen Testphasen einsatzbereit. Hier zeigte sich deutlich die Innovationsfeindlichkeit, die die Armeeführung in Sachen Panzer an den Tag legte. Da die Offiziere der Infanterie, der die Panzer unterstanden, konservativ waren und Panzer zumeist lediglich als rollende Geschütze mit Panzerschutz betrachteten, die eigentlich keiner Modernisierung bedürfen, bestanden sie lange auf ihren bekannten Panzertyp. Erst die Kriegsergebnisse erzwangen die Einführung der moderneren Typen.

 

Trotzdem wurden der veraltete Typ 95 weiter gebaut, unter anderem auch, da die Produktionsumstellung Produktionsausfall bedeutet hätte und man dies als nicht akzeptabel ansah. So wurden Ressourcen verschwendet und neue Technologie lange ignoriert. 1942 wurde ein Programm aufgelegt, das eine Kampfwertsteigerung des Typ 95 Panzers vorsah und darüber hinaus die Entwicklung eines modernen leichten Panzers mit der langen 47 mm Kanone als Bewaffnung zum Ziel hatte. Die Versuche zur Kampfwertsteigerung scheiterten und der allgemeine Ressourcenmangel wurde schließlich so groß, dass neue Technik nicht mehr in Serienmodelle umgesetzt werden konnte.

 

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Die Fahrzeuge:

 

Typ 95 leichter Panzer Ha-Go
Typ 98 leichter Panzer Ke-Ni

Typ 2 leichter Panzer Ke-To

Typ 4 leichter Panzer Ke-Nu